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Medizin in der Küche - "Wundermittelchen" bei Verkühlungen

10.10.2014 - Die Husten- und Schnupfenzeit beginnt ...
Wenn’s kühler wird beginnt wieder die Zeit der kratzigen Hälse, schnupfigen Nasen und plagenden Hustenanfälle. Es gibt aber einige Kräuter und Lebensmittel, die ganz wunderbar entgegen oder vorbeugend wirken.

Jedenfalls sollte man darauf achten genügend zu schlafen, Wasser zu trinken und dass der Vitamin C-Bedarf gedeckt ist: Vitamin C (Ascorbinsäure) hilft dem Immunsystem und wirkt entzündungshemmend.

Man findet es beispielsweise in Zitrusfrüchten, Erdbeeren, Heidelbeeren, Kiwi, Hagebutten und Sanddorn, wie auch in Sauerkraut, Brokkoli, Spinat, Fenchel und Paprika. Natürlich sind die oben genannten Lebensmittel nur als kleine Auswahl zu verstehen.


Andere großartige Zutaten zur Vermeidung oder Genesungsunterstützung bei Verkühlungen sind die fünf folgenden:

  • Ich liebe ja die Wunderknolle Knoblauch. Nicht nur, weil sie einem Gericht großartigen Pepp verleihen kann: Knoblauch hält beispielsweise Blut, Herz und Gefäße gesund. (Aber Achtung bei Menschen, die bereits blutgerinnungshemmende Medikamente einnehmen!)

    Außerdem desinfiziert er mit seiner antibakteriellen Wirkung unseren Darm, einen der wichtigsten Orte in unserem Körper zur Immunabwehr. Man kann die Knolle in der täglichen Dosis roh essen oder aber beim Kochen erst gegen Schluss in etwas Öl hinzugeben.
  • Thymian wirkt entzündungs- und wachstumshemmend für Bakterien, Pilze und Viren und hilft den Hustenschleim zu lösen. Auch bei Halsschmerzen verhilft er zu Linderung. Man kann zum Beispiel einen Tee daraus machen, ihn als Badeöl verwenden oder Thymian als Gewürz nutzen.
  • Auch der Salbei wirkt gegen Bakterien und Pilze und ist damit ein wunderbares Naturheilmittel. Beispielsweise als Tee hilft er bei Entzündungen im Mund- und Rachenbereich und kann auch Hustenbeschwerden lindern. Früher wurde er z.B. auch wegen seiner reinigenden Wirkung beim „Zähneputzen“ eingesetzt. Außerdem kann man ihn bei Magen- und Darmbeschwerden und gegen Schwitzen einsetzen.
  • Ingwer kann man frisch und geschält beispielsweise als Tee oder in der Suppe zubereiten oder ihn getrocknet einsetzen. Auch der Ingwer besitzt schmerzstillende und entzündungshemmende Wirkungen und eignet sich dabei beispielsweise bei Halsschmerzen und auch bei Muskelkater gut. Nebenbei hilft die Knolle auch bei Übelkeit und Brechreiz.
  • Honig ist uns als altes Hausmittel bekannt: Er wirkt entzündungshemmend, antibakteriell und antiseptisch und so wunderbar bei Hals- oder Rachenentzündungen, beispielsweise in Tee oder etwas heißem Wasser verrührt. Kristallisierten Honig kann man so auch im Wasserbad wieder flüssig machen. Aber Achtung: Honig sollte nicht über 40 Grad Celsius erhitzt werden, sonst verliert er seine positive Wirkung.



Was Honig so gesund macht, ist nicht ganz einfach zu beantworten: Einerseits sollte man natürlich auf die Qualität des Honigs achten. Je besser der Honig, umso wertvoller ist er. Andererseits besteht Honig zum Großteil aus Zuckerverbindungen und zu etwa 20 Prozent aus Wasser und er hat einen hohen Anteil an Frucht- und Traubenzucker. Das steigert zwar die Leistung, aber Vorsicht bei PollenallergikerInnen, DiabetikerInnen und Menschen mit Fruktoseunverträglichkeit! Kinder im ersten Lebensjahr sollten auf Honig verzichten.

Die Inhaltsstoffe im Honig sorgen unter anderem dafür, dass Bakterien absterben. Honig kann so auch in der Hautpflege reinigend und klärend eingesetzt werden. Auch gegen Antibiotika resistente Bakterien sollen schon mit Honig abgetötet worden sein.

Honigbienen erzeugen Honig übrigens aus dem Nektar von Blüten oder aus Honigtau und lassen ihn in Waben reifen. Im Grunde enthält Honig mit Enzymen angereicherte Bienenspucke. Diese Enzyme helfen auch Wirkstoffe herzustellen, die das Wachstum von Hefen, Keimen und Bakterien hemmen. Auch freie Radikale nehmen ab, die unsere Zellen schädigen können.

Je nach Honigsorte ist die Zusammensetzung etwas verschieden und unterschiedliche Inhaltsstoffe sind enthalten. Und Honig hat übrigens praktisch kein Ablaufdatum: Die Bienen erzeugen selbst Konservierungsstoffe, die das Lebensmittel frisch halten.

Gastbeitrag von Stefanie K. Rosenkranz
Stefanie K. Rosenkranz studiert Kultur- und Sozialanthropologie und Publizistik- und Kommunikationswissenschaft in Wien. Sie liebt es zu kochen, zu backen und zu schreiben. Auf der Suche nach dem Wohlfühlfaktor und immer Neuem zum Ausprobieren bemüht sie sich gesund und bewusst zu leben. Da es einiges zu entdecken gibt, teilt sie ihre Erfahrungen und Erkenntnisse gerne hier mit Ihnen.
Ihren Blog findet man unter Steffi's Blog.


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Tags: Gut-gegen-Verkühlung Tipps-gegen-Schnupfen