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50 Tage - 50 Jahre Felsentherme Gastein

28.09.2018 - Zum 50-jährigen Jubiläum der Felsentherme Bad Gastein startet die erste Thermenschatzsuche Österreichs.


Am 28. September 1968 wurde die "Mutter der Thermen" das Felsenbad als erstes öffentliches Thermalbad Österreichs eröffnet. Anlässlich des 50. Geburtstags werden 50 Tage (bis zum 16. November 2018) lang 50 Schatzkugeln in der gesamten Anlage der Felsentherme Bad Gastein versteckt - es warten ein abwechslungsreiches Programm mit einmaligen Angeboten und Aktionen.

Auf die Goldfunde, die vor Jahrhunderten dem Gasteinertal Ruhm und Wohlstand brachten, folgte das wahre Tauerngold, das Thermalwasser. So ging dann auch die Eröffnung des Felsenbades als erstes öffentliches Thermalbad in Österreich am 28. September 1968 als historisches Ereignis in die Geschichte ein: Eine wichtige Phase der Modernisierung des Weltkurortes Bad Gastein war abgeschlossen, und endlich entsprach man den Anforderungen, die seinerzeit an einen Weltkurort gestellt wurden, nämlich Kur und Sport zu verbinden. Das auch international vielbeachtete Bauwerk zählte am ersten öffentlichen Badetag bereits 450 Besucher und verzeichnete allein in den ersten sieben Monaten 120.000 Gäste!

50 Jahre Thermengeschichte - vom Felsenbad zur Felsentherme
Die 1960er Jahre galten als Zeit der sogenannten „Sommerfrische“. Wohlstand und wachsende Motorisierung brachten immer mehr Gäste, gleichzeitig stiegen die Ansprüche und Erwartungen an einen Urlaub. Neue Angebote mussten also her, und der Ruf nach einem repräsentativen Hallenbad verdichtete sich. So kamen die Pläne von Architekt Gerhard Garstenauer genau zur richtigen Zeit … und die Gemeinde beschließt 1966 die Investition für Österreichs erstes Thermalbad.

Architekt Gerhard Garstenauer machte aus der Platznot eine Tugend und ließ den Raum für die Ruhetherme und Teile des Gebäudes aus dem Berg heraussprengen.

Die frei liegenden Felsen in das Bad zu integrieren, war Garstenauers Plan, um die gesamte Anlage zu prägen und das Gefühl zu vermitteln, direkt an den Quellen zu schwimmen. Es fiel zunächst jedoch nicht leicht, an dieser exponierten Stelle einen „Steinbruch“ aufzumachen und 10.000 m³ harten Fels abzutragen.

Mit dem ersten Spatenstich im Juli 1967 fand Bad Gasteins Aufbruch einen erfolgreichen Start. Die Vision von Gerhard Garstenauer und Bürgermeister Anton Kerschbaumer sollte dem steten Niedergang des mondänen Kurorts entgegentreten, den traditionsreichen Kurbetrieb erneuern und auf einen rasant wachsenden Tourismus setzen. Damit die Badegäste auch in der Halle herumgehen können, wurde in der Felswand in Höhe des Obergeschosses eine Galerie verankert, die auch heute noch über eine Treppe zu erreichen ist. Nach nur 14 Monaten Bauzeit konnte das Felsenbad am 28. September 1968 als erstes öffentliches Thermalbad Österreichs mit Saunaanlage, Massage- und Kosmetikbereichen, Ruheräumen. In den ersten sieben Monaten nach der Eröffnung besuchten bereits rund 120.000 Gäste das Felsenbad.

Der Umbau der Saunaanlage in eine in den 90er Jahren modern gewordene Saunalandschaft begeistert selbst erfahrene Saunagänger. Auch sind die Therapie- und Erholungsbereiche in die Jahre gekommen, so werden sie für umgerechnet rund 1,1 Millionen Euro modernisiert. Eine weitere Qualitätsverbesserung gibt es mit dem Bau des Panoramaliftes, einem neu gestalteten Eingangsbereich und den sanierten Umkleide- und Sanitätsanlagen (1998).

2002 wird der Panorama-Verbindungssteg zwischen Felsentherme, Bahnhof, Stubnerkogel-Talstation und dem Hotel Wetzlgut gebaut, um eine direkte Anbindung an die Therme zu ermöglichen. Das Land Salzburg beschließt das Gasteiner Bäderkonzept, das u.a. auch den Umbau des Felsenbades zu einer „Felsentherme“ beinhaltet. Investition: rund 9 Millionen Euro! Am 23. September 2003 erfolgt der Spatenstich. Zum großen Eröffnungsfest am 12. Oktober 2004 kommen Vertreter aus Politik und Wirtschaft und feiern den Start einer neuen Ära.

2012 steht die Felsentherme Bad Gastein an einem wirtschaftlichen Wendepunkt. Die Konkurrenz in der Thermenbranche hat zugenommen. Um den Anforderungen der Thermengäste weiterhin gerecht zu werden, bedarf es weiterer Investitionen. Insgesamt knapp drei Millionen Euro investieren Gemeinde und Kurfonds in die Restrukturierung der Therme. Sehr erfolgreich: mit 2017 steht die Felsentherme Bad Gastein finanziell wieder auf soliden Beinen. Die Generalsanierung erfolgte in drei Etappen von 2014 bis 2017. Das Projekt umfasst die Neugestaltung bzw. Erneuerung von Außenfassade, Eingangsbereich, Empfangshalle, Kassenbereich und Garderobentrakt. Ein neuer Verbindungsgang vom Restaurant in den Saunabereich wird errichtet. Ebenso neu gebaut wird die Graukogelsauna – eine der höchsten Thermensaunen Österreichs - mit Duschanlagen im Sauna-Außenbereich. Des weiteren folgen ein neues Lichtkonzept sowie die Unterwassermusikbeschallung in der Ruhetherme. 2015 wird der zweite Bauabschnitt mit einem Austausch der gesamten EDV inklusive Zutrittssystem, Fassaden- und Betonsanierungen sowie Beckenabdichtungen in Angriff genommen. Die dritte Etappe gehört der Umsetzung des Energie Effizienz- Modells der Firma Siemens. Dazu zählt u.a. auch die energieeffiziente Dreifachverglasung der südseitigen Fassade sowie die Generalsanierung des über 100 Jahre alten Sportbeckens in ein modernes Edelstahl-Becken mit Bahnenmarkierungen und Unterwasserbeleuchtung sowie einer Rollabdeckung.

Bild- und Textnachweis: © Felsentherme Bad Gastein


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Tags: felsenthermegastein badgastein jubiläum geburtstag schatzsuche